Mafia? Nein, Danke!
Das Blutbad von Duisburg im August 2007, geplant und begangen von Killern der kalabrischen `Ndrangheta, rückte auch in Deutschland die Präsenz italienischer Mafiagruppen ins Bewußtsein der Öffentlichkeit.
Um ein Zeichen gegen die Mafia zu setzen, gründeten Italienerinnen und Italiener in Berlin wenige Tage nach dem Blutbad von Duisburg die Initiative "Mafia? Nein Danke!".
Die Initiative verlieh der Entrüstung der vielen ehrlich in Deutschland lebenden Italienerinnen und Italiener Ausdruck. Das Ziel von "Mafia? Nein Danke!" war es, in Deutschland über die Gefahr der Mafia aufzuklären.
Noch im selben Jahr leistete "Mafia? Nein Danke!" seinen Beitrag zur größten Rebellion gegen "Schutzgeld"-Zahlung, die es jemals außerhalb von Italien gegeben hat. Im Dezember 2007 forderten Mitglieder der neapolitanischen Camorra von Berliner Restaurantbesitzern "Schutzgeld". Um die erpressten Gastwirte einzuschüchtern, legten die Camorristi Feuer in einem Restaurant und zündeten ein Auto an. Mit Unterstützung von "Mafia? Nein Danke!" gingen über 40 Gastronomen zur Polizei und erstatteten Anzeige. Die Polizei konnte die Erpresser daraufhin festnehmen und dankte der italienischen Gemeinde in Berlin für ihr Engagement gegen die Mafia.
"Mafia? Nein Danke!" wurde von den deutschen Behörden als "Best practice" bei Eurojust
gemeldet, als positives Beispiel für das Engagement von Vertretern der Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Für die Initative war dies Ansporn, ihre Arbeit fortzusetzen, über das Problem Mafia aufzuklären, aber auch über das Wirken der Antimafia-Bewegung in Italien zu informieren.
Im November 2008 organisierte "Mafia? Nein Danke!" in Berlin das erste Fest der Legalität und der Lebensfreude "Viva"
in Berlin. In diversen Veranstaltungen wurde das Thema der Präsenz der Mafia in Deutschland vertieft, aber auch über Erfolge der internationalen Antimafia-Bewegung berichtet. Ein immer stärkeres Augenmerk legt "Mafia? Nein Danke!" darauf, der organisierten Kriminalität auf internationaler Ebene entgegenzuwirken und auf eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Europäischen Union bei der Mafiabekämpfung zu drängen.
Die Initiative "Mafia? Nein danke!" ist seit Mai 2009 als eingetragener Verein registriert und setzt seine Bemühungen zur Schaffung einer internationalen Antimafia-Bewegung fort.




